Chicago 2016 (1)

Chicago – Stadt der Superlative

Im nordöstlichen Zipfel des US Bundesstaates Illinois liegt direkt am Michigan-See Chicago, mit knapp 3 Millionen Einwohnern, die drittgrößte Stadt der USA.

Dies ist die Metropole einer Region, in der so uramerikanische Institutionen wie der Hamburger-Riese McDonald´s, der Cornflakes-König Kellogg´s oder die Automobil-Giganten Ford und General Motors groß geworden sind. Hier ist sie, die Stadt des frischen Windes am Michigan-See, eines der 5 riesigen Binnenmeere zwischen den USA und Kanada, an deren Küsten sich weithin prächtige Promenaden des Tourismus erstrecken.

Chicago photo
Photo by Bert Kaufmann

Chicago – Sehenswürdigkeiten

Chicago ist wirklich eine außergewöhnliche Stadt. Die Stahlträger der Hochbahn, der “ EL“ (Elervated), bilden die Wirbelsäule des Geschäftsviertels “ TheLoop“. Hier befinden sich auch eine Vielzahl von Shopping Möglichkeiten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Drei verschiedene Baustile findet man im Zentrum der Stadt. Den postmodernen Bürokomplex 190 SouthLasalle Street, den Sears Tower, der mit 440 m Höhe lange der höchste Wolkenkratzer der Welt war und 311 South Wacker Drive, in dem verschiedene geometrische Figuren kombiniert sind, gekrönt von einem nachts leuchtenden Glaszylinder.

Chicago photoEs lohnt sich bei schönem Wetter mit dem Aufzug auf das Sky Deck des Sears Tower hinaufzufahren, wo man dann einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und den Michigan See aus der Vogelperspektive genießen kann. Ebenfalls zu empfehlen ist der Ausblick vom John Hancock Center, dem zweithöchsten Wolkenkratzer der Stadt, der mit seinen zwei riesigen Dachantennen eines der markantesten Bauwerke in der Skyline von Chicago ist. Eine computergestützte Fernglasanlage erklärt dem Besucher, was er gerade im Visier hat.

Mythos Al Capone

Eine der ungewöhnlichsten Touren, die man in Chicago unternehmen kann, ist sicherlich die Untouchables Tour (The Untouchables – Die Unbestechlich en), nach dem gleichnamigen Film über die Geschichte der Mafia mit Robert de Niro und Sean Connery. Sie folgt den Spuren eines Mannes, der in den zwanziger Jahren der mächtigste Mafia Boss in Chicago wurde.

Al Capone photo
Photo by Cooperweb

Einer der Orte der Tour ist zum Beispiel sein Stammlokal, Green Mill, wo er mit seinen Gorillas seinen Stammplatz hatte. Immer mit dem Rücken zur Wand und den Blick auf die beiden Eingänge hatte er stets alles unter Kontrolle. Die Flaschen werden, wie in der Zeit Prohibition, zum Teil noch unterm Tresen versteckt, wie es damals üblich war, um sie vor Polizeikontrollen zu verbergen.

Natürlich wird Al Capone aber niemals wirklich sterben. Das American Police Museum in Chicago hat ihm eine Erinnerungsstätte eingeräumt, ein Getreuer eine Zigarre auf dem – wiederholt gestohlenen – Grabstein platziert und im Al Capone Museum lebt er als computergesteuerte Puppe weiter.

Aufgrund seiner Macht und seines Einflusses während der Prohibitionszeit ( 1919 – 1932) in den zwanziger Jahren haben manche Leute auch gesagt, dass Al Capone der eigentliche Bürgermeister von Chicago war.

Chicago und der Blues

Erfunden hat den Ausdruck „Blues“ der amerikanische Schriftsteller Washington Irving. Blue war eigentlich immer eine ganz normale Farbe, aber seit dem 16. Jahrhundert wurde sie auch als die Farbe des Teufels, des Unglücks, des Unheils und des Bösen gesehen. „I´ve got the blues“  heißt deshalb auch soviel wie, „ ich bin traurig“. Die Schwarzen, die sich heute „Afro-Americans“ nennen, hatten in der amerikanischen Geschichte viel Grund zum trauern.

Es ist gut möglich, dass nicht eine Musikrichtung des 20. Jahrhunderts vom Einfluss des Blues aus Chicago unberührt blieb. Am stärksten gilt das wohl für den Rock ‚n‘ Roll. Als die Beatles Mitte der sechziger Jahre bei einem Konzert an den großen Seen waren,  wollten sie sich unbedingt  ein Konzert des legendären Muddy Waters ansehen. Und auch die Rolling Stones verdanken ihren Namen einem der Lieder des größten aller Blues Musiker Chicagos. Muddy Waters, Willi Dixon, John Lee Hooker, B.B. King und Jimmy Reed gehören zu ein paar Dutzend von denen, die es geschafft haben, ganz oben zu landen.

Chicago Blues Festival photo
Photo by DoNotLick

Einmal im Jahr findet das Chicago Blues Festival (10. – 12. Juni 2016) statt, wo auf mehreren Bühnen zu sehen und zu hören ist, was derzeit in der Blues Szene Rang und Namen hat. Natürlich kann man auch sonst immer guten Live Blues erleben, z.B. Im Chicago Blue oder Buddy Guy´s Legends und vielen anderen mehr.

 

Chicago – Restaurant – Tipps

Jedes Jahr Ende Juni, Anfang Juli fahren Dutzende Chicagoer Restaurants ihre Spezialitäten im Grant Park auf. Der Anlass ist ein zweiwöchiges, hoch- kalorienhaltiges Picknick, dass „Taste of Chicago“ (06. – 10. Juli 2016) genannt wird.

Taste of Chicago photo
Photo by Peter Fuchs

Dann präsentiert die Stadt mit Sate-Spießen, Enchiladas, Calzone, Bratwurst und Curryziege, was sie kulinarisch so alles zu bieten hat. Dabei ist Chicago eine durch und durch amerikanische Metropole und das gilt besonders auch für eine würzige, zeitgemäße Interpretation der amerikanischen Küche. Rindfleisch ist immer noch das kulinarische Symbol für das Image von Chicago. Das zeigen auch die Steakhäuser alten Stils mit ihren Dinnerpreisen, die teilweise astronomische Höhen erreichen.

Gibson´s Bar & Steak House (1028 N. Rush Street) zieht besonders die Gold-Coast-Klientel an. Die Gäste kommen hierher wegen der Martinis, der Zigarren und der Filetssteaks, um hier Geschäfte zu machen.

Chicago Steak House photo
Photo by JenTravelsLife

Kleiner ist das Gene & Georgetti Steak House (500 N. Franklin Street). Hier bekommt man neben dicken Steaks auch leckere Gerichte aus der Küche des mittleren Westens und der Südstaaten einfach, herzhaft und lecker zubereitet.

Einer der besten Diner der Stadt ist das Wishbone (1800 W. Grant Avenue). Das kleine Lokal sieht aus wie eine Farmhaus-Küche. Hier gibt es zum Beispiel die scharfe Louisiana Hot Sauce, die gerne zu den preisgünstigen Shrimps genossen wird.

Das Soul Kitchen (1576 N. Milwaukee Avenue) verspricht seinen Gästen „lautes Essen und scharfe Musik“; und von beidem gibt es hier reichlich. Gebratene Salbeiblätter, Hähnchenspieße oder scharf gewürztes Lamm mit Kokosnuss-Reis oder aber gebratener Wels in Pekanussmantel gehören hier zu den beliebtesten Gerichten. Dazu gibt es dröhnende Musik aus den Lautsprechern.

Mexikanische und lateinamerikanische Küche findet man im Abril (2607 N. Milwaukee Ave.)

Das Viceroy of India (2518 W. Devon Ave.) bietet feinste indische Küche, wie zum Beispiel ein hervorragendes Chicken Tikka Marsala.

Ausgezeichnete vietnamesische Küche gibt es im Mekong (4953 N. Broadway). Eine vietnamesische Nudelsuppe oder Shrimps auf Zuckerrohr, die man zusammen mit Minze, Sprossen, Erdnußsauce und  Nudeln im Reismantel eingewickelt, gehört zu den Spezialitäten des Hauses.

Chicago Berghoff Restaurant photo
Photo by Kim Scarborough

Wer Heimweh nach Deutschland bekommt und auf deutsche Küche nicht verzichten möchte, findet dies im The Berghoff, Downtown auf der W. Adam Street.

 

 

 

 

Und last, but not least gibt es natürlich in Chicago auch ein Hardrock Café, wo man immer einen leckeren Burger bekommt, gute Musik hört und das Ganze noch mit dem Kauf eines Souvenir T-Shirts verbinden kann.

Eine besondere Chicagoer Spezialität ist die Pfannenpizza, die hier erfunden wurde und die in zahlreichen Restaurants zur regionalen Standardküche gehört.

Chicago hat im wahrsten Sinne des Wortes für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas Passendes zu bieten.

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Über Manfred Sielaff

Ich bin Manfred Sielaff und seit 1986 im Sales und Marketing der IT Branche tätig. 2012 habe ich mich entschlossen ins Internet Business einzusteigen. Auf meinem Weltreisen Blog veröffentliche ich regelmäßig Reiseberichte und Reiseangebote aus aller Welt. Länder, Kontinente, Städte und Inselparadiese sind das Motto meines Blogs. USA, Kanada, Mexico, Karibik, Asien, Europa und Deutschland sind derzeit meine Regionen. Weitere werden folgen. Last-Minute Angebote, Pauschalreisen oder Spezialreisen, wie z.B. Golf-Urlaube, Wandertouren oder Reisen zu Sportereignissen, wie z.B. Champions League gehören ebenfalls zum Inhalt meiner Reiseangebote und Berichte.

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