Lissabon – Städtereise 2018

Lissabon – Metropole am Atlantik

Lissabon ist ganz sicher eine der schönsten Hauptstädte in ganz Europa und für nicht wenige ist sie sogar die schönste überhaupt.

Lissabon wird auch gerne mit San Francisco verglichen. In der Tat gibt es zwischen beiden Städten etliche Parallelen. Beide sind auf Hügeln aufgebaut und liegen sowohl an einer ausgedehnten Flußmündung als auch einem Ozean. Auch die große Hängebrücke am Tejo (Ponte 25 de Abril) sieht der Golden Gate Bridge mit ihrer Größe und der Farbe zum Verwechseln ähnlich.

Lissabon Ponte 25 de Abril photo
Photo by endless autumn

Lissabon – Stadtrundfahrt

Wer noch nie in Lissabon war und sich einen Überblick über sämtliche Sehenswürdigkeiten verschaffen will, kann z.B. eine Stadtrundfahrt in einem offenen Doppeldeckerbus machen. Die Touren beginnen am Praca do Commercio, dem großen Platz am Ufer des Tejo.

Praca do Commercio photo
Photo by RuudV

Die Busse fahren im 30-Minutentakt und man hat die Möglichkeit an den Orten, die einen interessieren einfach auszusteigen, sich in Ruhe alles anzuschauen und einfach mit einem der nachfolgenden Busse die Rundfahrt fortzusetzen. So bekommt man alles ganz entspannt zu sehen, ohne Attraktionen einfach nur im Vorbeifahren abzuhaken und man erhält auf diese Weise einen Eindruck sowohl vom alten als auch vom modernen Lissabon.

Die Tour geht auch hinaus entlang des Tejoufers zum Kloster von Belém  und zum Torre de Belém, dem alten Wachturm, von wo aus einst die Hafeneinfahrt bewacht wurde. Unweit von dort steht ein weiteres Wahrzeichen Lissabons, das Denkmal der Entdecker. Hier wurde 1497 Vasco da Gama verabschiedet, als er sich mit seinen Caravellen auf den Seeweg nach Indien machte und hier wurde er 2 Jahre später nach seiner erfolgreichen Expedition begeistert empfangen.

 

Discovery Monument Padrao Dos Descobrimentos, Belem, Lisbon, Portugal Photographic Print

Discovery Monument Dos Descobrimentos, Belem, Lisbon, Portugal (Bild: Greg Elms / AllPosters)

Stadtrundgänge

Baixa  – Rossio – Marques de Pombal

Ausgangspunkt für einen schönen Rundgang ist, wie bei der Stadtrundfahrt, der  Praca do Commercio mit seinen großen Reiterstandbild. Der Platz ist von Arkaden gerahmt und der mächtige Triumphbogen ist gleichzeitig der Eingang zur Baixa. Das flach zwischen den Hügeln gelegene Areal besteht aus einem rechtwinkligen Raster aus 8 Längs- und 8 Querstraßen, die teils als

Fußgängerzonen angelegt sind. Die Rua Augusta ist die zentrale Achse durch das Viertel und hier und in den Nebenstraßen findet man zahlreiche Geschäfte, Imbißläden und Restaurants. Am Ende der Straße gelangt man zum Rossio, der Stadtplatz, der als Herz und Nervenzentrum Lissabons gilt. Mit 2 Brunnen, etlichen Blumenständen und der Statue von Dom Pedro IV gilt er vielen als der schönste Platz der Stadt.

Rossio Square (Dom Pedro Iv Square) at Night, Lisbon, Portugal, Europe Photographic Print

Rossio Square (Dom Pedro Iv Square) at Night, Lisbon, Portugal, Europe (Bild: Yadid Levy / AllPosters)

Hier finden die Hard Rock Musik Fans auch das Hardrock Cafe Lisbon mit seiner typischen Ausstattung, wie man Sie aus aller Welt kennt. In dem Shop und dem Restaurant findet der Hard Rocker alles, was sein Herz begehrt. Da darf dann der Cadillac unter der Decke ebenso wenig fehlen, wie die vielen Erinnerungstücke aus der Rockgeschichte an den Wänden. Und die Nachos mit Käse überbacken und der „Legendary Burger“ gehören auch hier zu den beliebtesten Snacks mit einem kühlen Getränk zu richtig guter Rock Musik.

Hard Rock Cafe lisbon photo
Photo by Flashpacking Life

Am Ende des Platzes geht es dann am Teatro Nacional vorbei zur Avenida de Liberdade einer wunderschönen Promenade die zum Denkmal des Marques de Pombal führt. Auf über 1 Km Länge und 90 m Beite befinden sich zahlreiche Cafes mit weißen Schnörkelstühlen und dekorativen Bodenornamenten, die die Avenida zum prachtvollsten Boulevard in Lissabon machen. Die Große Statue des Pombal Denkmals am Ende der Straße steht zu Ehren des Mannes, der nach dem großen Erdbeben von 1755 die völlig zerstörte Stadt mit großem Engagement im Auftrag des Königs wie aufgebaut hat.

 

The Greenery of the Parque Eduard VII Runs Towards the Marques De Pombal Memorial in Central Lisbon Photographic Print

The Greenery of the Parque Eduard VII Runs Towards the Marques De Pombal Memorial in Central Lisbon (Bild: Stuart Forster / AllPosters)

 Castelo de Sao Jorge – Alfama – Baixa

Gleich neben dem Rossio liegt der etwas weniger prachtvolle Praca da Figueira. Von hier fährt ein klimatisierter Bus bis zum Eingang der alten Burgfestung Castelo de Sao Jorge. Hier findet man hier den schönsten Aussichtspunkt der Stadt mit atemberaubenden Blicken über Lissabon und den Tejo. Die zinnenbesetzten Burgmauern kann man umrunden und so einen herrlichen Überblick über die umliegenden Stadtteile bekommen.

Von hier aus hat man auch den besten Blick über die die zahlreichen Sehenswürdigkeiten ringsherum und den Tejo mit seiner berühmten Hängebrücke Ponte 25 de Abril. Das Datum erinnert an den 25. April 1974, als die letzte faschistische Diktatur in Europa beendet wurde. Am südlichen Ufer der Brücke befindet sich der als Aussichtsturm dienende Cristo Rei, der seinem Pendant in Rio ähnelt.

Hier liegt auch die Alfama, das älteste Stadtviertel von Lissabon und das einizige, was bei dem großen Erdbeben 1755 fast unversehrt geblieben ist. Hier findet man auch das Casa do Fado,ein kleines hübsches Fadomuseum. In der Alfama findet man auch die schönen Lokale, wo man Abends den Fado live erleben kann.

Baixa District and Castelo De Sao Jorge, Lisbon, Portugal Photographic Print

Baixa District and Castelo De Sao Jorge, Lisbon, Portugal (Bild: Michele Falzone / AllPosters)

Alfama and Rio Tejo (Tagus River), Lisbon, Portugal, Europe Photographic Print

Alfama and Rio Tejo (Tagus River), Lisbon, Portugal, Europe (Bild: Hans Peter Merten / AllPosters)

Bairro Alto und Chiado – Für Tag- und Nachtschwärmer

Von der Baixa aus gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Hügel hinauf ins Bairro Alto zu kommen. Entweder zu Fuß oder mit einer Straßenbahn, aber die ungewöhnlichste ist sicher die mit dem Aufzug Elevador Santa Justa. Am Ende der Querstraße Rua de Santa Justa ist als städtebauliches Unikum dieser filigrane, 32m hohe Eisenturm zubestaunen, der als Direktverbindung in die westliche Oberstadt dient. Über der Aussichtsplattform befindet sich auch ein kleines Cafe, das einen herrlichen Blick auf die umliegenden Häuser bietet.

Das ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die westlichen Altstadtviertel oberhalb der Baixa. Der Chiado mit seinen noblen Fassaden und nostalgischen Cafes und Geschäften wird auch „Paris em Lisboa“ genannt, weil es an sein Pariser Vorbild erinnert. Gleichzeitig ist dieses Viertel auch die Welt der Literaten und der ihrer Cafes. Das berühmteste Cafe Lissabons ist das „A Brasileira“ am Ende der Rua Garret. Im Jahr 1905 ursprünglich als Laden für brasilianischen Kaffee eröffnet, ist es auch heute noch ein beliebter Treffpunkt bis spät abends.

Nicht weit von hier entfernt befindet sich das Bairro Alto, eines der ältesten Stadtviertel von Lissabon. Die engen Sträßchen mit den alten Fassaden, beherbergen, was man tagsüber kaum bemerkt, die größte Kneipenszene Lissabons. Hier gibt es fast 300 Lokale, von einfachen tascas über gutbürgerliche Gasthäuser bis zu Szenerestaurants, Bars jeglicher Couleur, Fado-Lokale und Diskos. Auch tagsüber ist das Viertel nicht langweilig und lohnt sich für einen Spaziergang durch die engen Straßen. Ein paar Gehminuten nördlich findet man in einem kleinen Park – Miradouro Sao Pedro de Alcantara – ein weiterer sehr schöner Aussichtspunkt, der einen herrlichen Blick über die Stadt und das östlich gegenüberliegende Castelo den Sao Jorge bietet,

 

Cafe Brasileira, with Sculpture of the Poet Fernando Pessoa, Lisbon, Portugal Photographic Print

Cafe Brasileira, with Sculpture of the Poet Fernando Pessoa, Lisbon, Portugal (Bild: Yadid Levy / AllPosters)

 

Elevador Da Bica, Bairro Alto District, Lisbon, Portugal Photographic Print

Elevador Da Bica, Bairro Alto District, Lisbon, Portugal (Bild: Michele Falzone / AllPosters)

 

Essen und Trinken in Lissabon

Als Hafenstadt am Atlantik hat Lissabon natürlich ein reiches Angebot an Fisch und Meeresfrüchten und da die Portugiesen auch leidenschaftliche Esser sind, steht Fisch ganz oben auf der Speisekarte. Das Mittagessen wird gerne im Restaurant zelebriert und man nutzt eine ausgedehnte Mahlzeit auch für Geschäftsabschlüsse. Cataplana ist ein typisches und sehr beliebtes Gericht mit Reis und Meersfrüchten.

 

Cataplana photo
Photo by zone41

Aber auch Fleisch-Fischeintöpfe (caldeiradas und feijoadas) werden gern gegessen. Der hier sehr beliebte Stockfisch (bacalhau) ist jedoch nicht jedermanns Sache. Zum Essen trinkt man gerne Vinho Verde oder Bier und hinterher einen kleinen schwarzen Kaffee (bico) und einen aguardente (Brandwein).

Oft findet man aber auch ganz einfache Gerichte mit gegrilltem Fisch, Kartoffeln und Gemüse, die es überall zu erschwinglichen Preisen gibt. Das gilt z.B auch für viele Restaurants in der Fußgängerzone in der Baixa. Ein guter Platz zum Essen ist auch das gepflegte Burgrestaurant Casa do Leao im Castello, was allerdings nicht ganz billig ist. Preiswerter ißt man frischen Fisch im sympathischen Castelo Mouricso am Eingang der Burg.

Ein Eß- und Trinkvergnügen ganz anderer Art erwartet einen in der Cervejaria da Trinidade in der Rua das Trinidade. Der bekannteste Bierkeller Lissabons ist im ehemaligen Refektotium des gleichnamigen Klosters untergebracht.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist eine Verkostung von gutem Portwein. An der Rua de Sao Pedro de Alcantara liegt der Palacio Ludovice, der heute das Portwein-Institut beherbergt. Hier gibt es ca. 170 Sorten Portwein und man sollte es sich nicht entgehen lassen, einige dieser edlen Tropfen mit fachkundiger Beratung zu probieren, denn in dieser Auswahl wird man sie in Deutschland nirgendwo finden.

 

People Sitting Outside Along Rua Augusta, Baixa, Lisbon, Portugal Photographic Print

People Sitting Outside Along Rua Augusta, Baixa, Lisbon, Portugal (Bild: Greg Elms / AllPosters)

 

Noch ein letzter Tip – Beste Reisezeit

Für die hier beschriebene Reise sollte man 4 – 5 Tage einplanen. In Lissabon und Umgebung gibt es natürlich noch viel mehr zu sehen und zu erleben. Wer also noch mehr sehen möchte, muß schon eine ganze Woche einplanen. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober.

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Über Manfred Sielaff

Ich bin Manfred Sielaff und seit 1986 im Sales und Marketing der IT Branche tätig. 2012 habe ich mich entschlossen ins Internet Business einzusteigen. Auf meinem Weltreisen Blog veröffentliche ich regelmäßig Reiseberichte und Reiseangebote aus aller Welt. Länder, Kontinente, Städte und Inselparadiese sind das Motto meines Blogs. USA, Kanada, Mexico, Karibik, Asien, Europa und Deutschland sind derzeit meine Regionen. Weitere werden folgen. Last-Minute Angebote, Pauschalreisen oder Spezialreisen, wie z.B. Golf-Urlaube, Wandertouren oder Reisen zu Sportereignissen, wie z.B. Champions League gehören ebenfalls zum Inhalt meiner Reiseangebote und Berichte.

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